Donnerstag, 17. Juli 2008

Kirschfest in der Saalestadt Naumburg

Das Naumburger (Hustitten)Kirschfest ist eines der bekanntesten Volksfeste Mitteldeutschlands.

Auch die Gruppe Oberhau nimmt bereits seit einigen Jahren aktiv an der Gestalltung dieser Festivität teil. Gemeinsam mit der "IG Mittelalter Merseburg", der Rotte vom Rad, und dem "Drei-Türme-Verein Hohenmölsen" strebten die Mittelalterbegeisterten auch dieses Jahr wieder in die Domstadt.
Da das Husittenlager, entlang der historischen Stadtmauer Naumburgs, immer wieder einen Besuch wert ist, wurde zunächst ein "Kollektivschlendern" angesetzt.
Hierbei wurde der erste Hunger & Durst gestillt und beim Wiedersehen alter Bekanntschaften, diese durch Neuigkeiten, Klatsch und Tratsch wieder aufgefrischt.

Wie im Flug verging die Zeit und dann ging es auch schon los, mit dem Suchen des Stellplatzes und dem Aufstellen, für den traditionellen Umzug. Verstärkt wurde die muntere Truppe durch einen altbekannten Freunde und einem Künster des "Live-Clubs Weissenfels", der, wenn es die Oberhau-Gruppe nicht schaffte [was eigentlich fast ein Ding der Unmöglichkeit ist ... ;-)] ) durch sein "natürliches Aussehen und Habitus", die Herzen der Zuschauer im Sturm eroberte.Der Festumzug war, wie immer, gut organisiert und es gab genügend Punkte, an denen die Gruppe ihre fechterischen und schauspielerischen Fähigkeiten voll entfalten konnte.


Gesichter:


Also dann, bis zum nächsten Jahr!!!!!

Freitag, 4. Juli 2008

Merseburg verzaubert ... Sachsen-Anhalt-Tag in Merseburg

Alle Jahre wieder wird er veranstaltet . . . doch dieses Jahr fand er in Merseburg statt!

Zur Organisation des Spektakels, kann man den Verantwortlichen um Jens Bühligen (dem Bürgermeister) nur gratulieren.

Die Schwertkampfgruppe OBERHAU stand bereits in den Startlöchern und bezog ihr Lager am Donnerstag (12.06.08). Auch wenn Petrus der Stadt und der Gruppe nicht ganz wohlgesonnen war, so war es dann eben Bachus und das schlechte Wetter konnte über Nacht keinen etwas anhaben.

Dargestellt wurde ein zünftiges Lagerleben aus dem Mittelalter, inklusive dem Kochen vorort. Es war dann auch schon recht lustig, dass der erste Blick des Publikums vorrangig in den Kochtopf am Dreibein (Sifu war natürlich wieder nicht zu bremsen und "... richtete ein gar köstlich mundendes Fleischgericht aus dem Land der Magyaren, mit dem seltsam klingenden Namen: Kuhllasch" zu!") ging, bevor man sich den Waffen oder dem Handwerk zuwendete.

Seit einiger Zeit agieren die Gruppen Oberhau und die IG Mittelalter Merseburg zusammen und treten mit ihrem Programm(en), zur Kurzweil des Publikums, gemeinsam auf.
Mit weiblichen Charme, Feuer, Trommeln, Schwertern und Können, überzeugte Oberhau jede/ n Zuschauer. Und wer nicht freiwillig stehen bleiben wollt, wurde kurzum in die Choreografie mit eingebunden! ;-)



Dienstag, 10. Juni 2008

Nach der Fight-Gala, ist vor der Gala ...


Die Stadt mit ca. 30.000 Einwohnern hatte derartiges noch nicht erlebt!
Dementsprechend war auch der verhaltene Zustrom an Zuschaueren einzuordnen. Von 1.000 erhofften und 400 erwarteten, waren die Zuschauer mit 650, als wiederum zahlreich zu bezeichnen.
Aber das sind sowieso nur Statistiken, welche den Organisatoren des Abends offensichtlich nicht wirklich wichtig waren.

Zu sehen waren Kämpfe im Boxen, im Vo-Dao-Vietnam und im Wing Tsun Kung-Fu.


Die Kämpfer mit ihren Einstellungen ... , der Ringsprecher (hier konnte man Sifu in völlig ungewohnter Manie sehen, aber auch begreifen, der Mann kann einfach "alles"!) ... und auch die 3-Guten-Geister der Organisatoren, sie alle machten das Event zu einer richtig guten Show!

Aus der Sicht des Wing Tsun kann man verzeichnen, dass die Koong-Sao-Kämpfer mit einem hervorragenden technischen Repertoire antraten.

Alle vier Kämpfe endeten, erwartungsgemäss, vorzeitig!

Hierbei brillierte Steve Kraneis (WTCF-Merseburg) mit einer Kampfzeit von 1 Minute und 6 sekunden.
Sein gegenüber, Christian Bernecker, kam durch die Vehemenz des Angriffes nicht richtig zum Zug.
Auch als es kurzzeitig in den Bodenkampf ging verpasste er es, seine (sonst so soliden) Fähigkeiten zur Anwendung zu bringen.
Mit Kampfgeist und Nachdruck liess Kraneis keine sich ihm bietenden Chancen ungenutzt und so war es nur eine Frage der Zeit, bis Berneckers defense einbrach.


Den Kampf Michael Henkel (WTCF-Eisenach) gegen Mario Meissner (WTCF-Merseburg) konnte Henkel für sich entscheiden.
Meissner war mit Sicherheit der technisch Variantenreichste, jedoch fehlte ihm das Quäntchen Glück, den Kampf für sich zu entscheiden.
Beide lieferten dem Publikum den ersten Koong-Sao Kampf des Abends!


Sifu Michael Schaft stellte sich seiner Herrausforderung, den "Angstgegner" Mehdija Kolasinac (immerhin liegt sein Kampfrekord bei einem 5´sekündigen K.O.!).
Erwartungsgemäss schlug der Deutsch-Serbe seine gefürchteten Faustschläge, wie ein Dampfhammer.
Doch Schaft verstand es, dass Kampfgeschehen für sich zu entscheiden.
In der zweiten Runde zwang er sein Gegenüber dann auch, durch eine Beinschere, zur Aufgabe.


Die Erwartungen in den letzten Kampf des Abends waren sehr hoch und wurden durch Jens Hofmann (WTCF-Burgenlandkreis) und Enrico Kabisch (WTCF-Weissenfels) auf das Vollste bedient. Die beiden Privatschüler von Dai-Sifu zeigten, was in ihnen steckt.
Ein Feuerwerk an Kampfsequenzen, regelmässig in den fünf Distanzen des Kampfes praktiziert, liess das Publikum toben.
Obwohl durch einen schmerzhaften Armhebel schon fast zur Aufgabe gezwungen, biss Kabisch noch einmal die Zähne zusammen und kam zurück, in das Kampfgeschehen.

Und 20 Sekunden vor dem Schlussgong der 3. Runde war es dann soweit. Hofmann gab auf und bewies hiermit Fairnis und, trotz totaler Erschöpfung, Überblick und Verantwortungsbewusstsein.

Leider kam unser Almin Hamidovic in den für ihn angesetzten Kick-Box-Kampf nicht zum Einsatz, da sein Gegner sich kurz zuvor verletzt hatte!

Wir hoffen, dass es eine derlei Veranstaltung, unter der aktiven Beteiligung der WTCF, recht bald wieder geben wird! Wir bedanken uns bei den Organisatoren und allen Aktiven und helfern, für diese gelungene Weissenfelser Fight-Gala!


WTCF-Team

Mittwoch, 21. Mai 2008

1. Weissenfelser Fight-Gala


Das erste Event dieser Art wird am 07. Juni 2008 in der Stadt des Schusterjungen (Weissenfels) steigen.
Mit dabei werden auch einige Kämpfer der WTCF sein und ihre Fähigkeiten auf den Prüfstand stellen!

Am Start werden sein: 5 Kämpfe vom Boxen, 3 Kämpfe vom Vo-Dao-Vietnam, 4 Kämpfe vom Wing Tsun und ein Kickboxkampf (mit einem WT-Fighter). Ticket´ s kann man bestellen unter 03462-93.33.30 oder an der Abendkasse. Ab 16:00 Uhr kann man Karten erhalten. Mehr hier: http://www.wtcf.de/fight-gala%20wsf.html.


WTCF-Team

Freitag, 16. Mai 2008

Wing Tsun meet Allstyle

Zum diesjährigen Sommercamp des Kampfkunstverein "Allstyle ESV Zeitz e.V." wurde Dai-Sifu zum Gastrefferent eingeladen. In der schönen Landschaft des Harzes gelegen, verbrachten die Jünger des Allstyle bereits ein paar wundervolle Tage der Erholung und des Trainings!

Dai-Sifu stellte den Teilnehmern das interessante Wing Tsun System vor, sprach von Unterschieden und Ähnlichkeiten, welche jedoch nur eines verdeutlichten:

"Wir sind alle Mitglieder einer Familie, der der asiatisdchen Kampfkünste!".

Hochinteressiert waren die Teilnehmer an der unglaublichen Effizienz der kurzen Fauststösse (Inch-Punch) und der Direktheit der Wing Tsun Bewegungen überhaupt.

Alles in allem, eine schöne Bereicherung des Budo-Camps!

Sifu Frank bedankt sich für das Interesse und man sieht sich im Juni zum Phönix-Cup in Zeitz wieder!

WTCF-Team!

Mittwoch, 30. April 2008

CultRez – Rezensionen aus meiner Sicht . . . DIE ZAUBERFLÖTE (Mozart)

- E. Schikaneder der erste Papageno überhaupt -


Wenn der "Master himself" Mozart und E. Schikaneder rufen, folge ich diesen beiden immer mehr als gerne!


Dieses mal "traf ich mich" mit meinen zwei "Busenfreunden" im Gewandhaus zu Leipzig.
Selbiges hatte, gemeinsam mit dem Regisseur Christian von Götz, mit Namen wie: Gunther Emmerlich (als Sarastro) und Deborah Sasson (als Pamina) geworben.

Während Emmerlich als sehr solider, aber mit fast fünfundsechzig offensichtlich doch seinen Zenit der Opernkarriere überschrittener, Handwerker rüber kam, glänzte die Sopranistin Sasson, eher mit dem Attribut Fehlbesetzung.
Die in der Hamburger Inszenierung der "West Side Storry" bekannt gewordene Sängerin hat ohne Zweifel ihre starken Seiten, doch ... nicht im Operngesang!

Multitalent hin, Multitalent her! Man [Frau auch ;-)] kann Alles machen, in vielem auffallen und doch dem, der sich auf Eines spezialisiert hat, nicht das Wasser reichen.
Meine Meinung mag zwar auf Widerspruch stossen, doch ich halte es da ganz mit dem Tamino-Zitat: "Ein Weiser prüft und achtet nicht, was der gemeine Pöbel spricht."!

Die ersten Eindrücke des Hauses, das Flair der Aufführung und die Arrangements versetzten mich mit ihren "Charme", in das Ambiente einer Basketball- oder Volleyballhalle.
... die Musiker auf ein Drittel der Bühne gedrängt, bis hinaus in eine Art Notausgang;
... die Künstler beengt und im Auftrit diesbezüglich nur unterstützt, durch die trickreiche und dem Auge wohlgefälligen Kullisse von Mart Hubka (Dekoration und Kostüme);
... akustisch stellte sich das Kunsterlebnis im 2. Rang, immerhin für € 42,90 (!), als ein mittelschweres Fiasko.
Trotz Headsets der Aktiven, trotz imenser Lautsprecherboxen am Himmel des Gewandhauses & einer visuell völlig deplatzierten und überdimensioniert-wirkender Mischpultanlage inmitten der Zuschauer, kam ich mir vor, wie ein Zuschauer 2. Klasse.

Die Töne und deren Volumen schwebten einfach unter mir durch und ich hatte phasenweise den Eindruck eines akustischen Voyeurs. Ja, wirklich!
Es kam mir so vor, als ob die Töne nicht für mich bestimmt waren, sondern für "die da unten"!
MEINE Überzeugung hierzu: im Theatro di Roma/Verona/ Italien, habe ich ganz hinten/ ganz oben, bei einer Carmen-Aufführung mehr und besser gehört, als bei dieser. Und bei dieser Aufführung, gab es nicht eine elektronische Unerstützung (sprich keinerlei Mikrophon[e]!)!

Erfrischend, und stark erhofft, war dann aber der Papageno, alias Christian Tschelebiew. Ausgestattet mit einer guten Bassbaritonstimme und gekonnter Gestik wie Mimik, gelang es ihm das freche Wesen eines Papagenos darzustellen. Lediglich sein Spiel auf der bezaubernden Panflöte liess etwas zu wünschen übrig.

Qualitativ auf dem Fusse folgte Tschelebiew die Königin der Nacht, gesungen von Aleksandra Buczek. Auch sie ragte angenehmer Weise aus dem Gesangsensemble heraus und wäre es wert gewesen, im Programmheft grossgedruckt zu werden. Wünschenswert für diese Aufführung wäre noch eine stärkere stimmliche Besetzung der "Drei Knaben" gewesen. Immerhin ist ihr Part in dieser Oper doch ein recht reizend- und prägender.

Schlussendlich sei gesagt, das Team im Gewandhaus war rundherum bemüht, den Aufenthalt so gelungen wie möglich zu machen. Dass der Anteil ausländischen Künstler so enorm hoch war, lässt immerhin die Fragen offen: Haben wir in Deutschland keine eigenen Sänger? Oder trifft die deutsche Kunst das selbe Los, wie die heimische Spargel-/ Erdbeerernte?

Die Aufführung im Leipzig ist sicherlich empfehlenswert und auch nicht die Schlechteste! Ich kann sie durchaus und mit gutem Gewissen jeden weiterempfehlen.

MEIN PERSÖNLICHES PRÄDIKAT: 3-2

Also ich freue mich schon auf ein erneutes Wiedersehen mit meinen zwei "Busenfreunden"!

Bis dahin und eventuell sieht man sich ja mal!

SFP

2. Lehrergrad im Wing Tsun Kung-Fu

Am 26. April 2008 wurde Sifu Michael Schaft durch Dai-Sifu Frank Paetzold zum zweiten Lehrergrad im Wing Tsun ernannt.

Als einer der langjährigsten und erfahrensten Schulleiter des Verbandes, welcher (ebenso wie sein Sifu) auf eine jahrzehntelange Kampfkunsterfahrung zurückblicken kann, ist diese Ernennung "einfach" nur logisch.
Beim unauffälligen beobachten des Ulmganges miteinander der beiden Sifu´ s, spürt man sofort mehr als nur ein Lehrer Schülerverhältnis ... es ist gegenseitiger Respekt und eine Freundschaft, die offensichtlich nichts erschüttern kann.
Wenn DIE BEIDEN anfangen über gemeinsame Erlebnisse zu erzählen, zum Beispiel an einem Abend in einem Sommer-Camp, dann fühlt man sich wie ein Weltreisender.
China, Kanada, Hongkong, Amerika, Estland, Thailand, Italien, Lettland und so weiter, die Welt kommt einem viel kleiner vor ... ;-)!
Bezeichnend für den neuen 2. Lehrergrad der WTCF (es gibt nur 3 Lehrergrade!)ist jedoch, seine Art und Weise der Arbeit mit Schülern, sein Witz und Humor und seine rigorose Konsequenz in der Darbietung des Wing Tsun Systems.
Unser Glückwunsch gilt Sifu Michael und alles Gute, für die Zukunft!
WTCF-Team!